Outdoor-Event vom 2. und 3. Juli 2010
Piz Palü - der absolute Höhepunkt
Um 9 Uhr war es geschafft. Die Gruppe des TourismClub 1706 stand auf dem Hauptgipfel des Piz Palü. 3901 Meter über Meer. Der ganz reale Höhepunkt bei diesem Outdoor-Event am Samstag 3. Juli 2010 oberhalb von Pontresina im Oberengadin.
Begonnen hatte der Anlass am Vorabend. Treffpunkt war die Gondel der Luftseilbahn auf die Diavolezza. 16 Gäste waren an Bord: Ehemalige und Studierende der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden (HFT), zwei Begleiter sowie Ursula Gehbauer und Martin Accola von der Schulleitung der HFT. Nach dem Abendessen auf dem Berg wurden zusammen mit den vier Bergführern der Bergsteigerschule Pontresina die Seilschaften gebildet, Steigeisen und Klettergurte angepasst.
Gipfel in der Sonne
Die Natel-Wecker piepsten um 3 Uhr morgens im Schlafsaal im Berghotel Diavolezza. Gut eine Stunde später machten sich die vier Seilschaften auf den Weg bergauf. Noch im Dunkeln, denn die Sonne war noch nicht aufgegangen. Um viertel vor sechs Uhr erschien sie als orange kleine Kugel im Rücken der Bergsteiger. Sie tauchte die Spitze des Piz Palü und der umliegenden Gipfel in ein rotes Licht. Eine grandiose Stimmung - wie aus dem Bilderbuch.
"Am Ende des Aufstiegs hatte ich zu kämpfen wegen der dünnen Luft. Der Grat auf den Ostgipfel ist nur schuhbreit. Wieder über einen schmalen Grat erreichten wir schliesslich den Hauptgipfel", kommentierte Martin Budinsky. Nach rund viereinhalb Stunden Aufstieg hatten es alle bis nach ganz oben geschafft. Zeit fürs Gipfelfoto. Martin: "Beim Abstieg zitterten die Knie ? es war so steil".
Sightseeing on ice
Zu diesem Zeitpunkt tranken Sandra Hagmann und Rolf Wittich noch gemütlich Kaffee auf der Sonnenterrasse auf der Diavolezza. Mit dem Zoom-Objektiv beobachteten sie die Bergsteiger am Palü. Sie hatten sich für die einfachere Gletscherwanderung über Pers- und Morteratschgletscher hinunter nach Morteratsch entschieden. Um 11 Uhr starteten sie mit Bergführer Othmar Wenk zu dieser fünfstündigen Tour. Othmar meinte: "Auf dem Persgletscher liegt für diese Jahreszeit ungewöhnlich viel Schnee ? wir seilen uns besser an." Eine umwerfende Aussicht, die berühmte Bernina-Gruppe vom breiten, gleissend hellen Gletscher aus zu betrachten. Weiter unten zeigten sich die Auswirkungen der Klimaerwärmung: von den einst spektakulären Eisabbrüchen am Ende des Persgletschers ist nichts mehr übrig geblieben.
Es war das erste Mal, dass der TourismClub 1706 eine Bergtour als Event angeboten hatte. "Es war ein toller Anlass", meinte Dani Buschor nach dem Ende. "Nicht ganz ohne, aber wunderschön", sagte Martin Budinsky.


















































