
Petra Mächler, Praktikumsjahr bei der BK Sportpromotion AG
Die Begeisterung für Sport und Organisation, ein Flair für die Arbeit mit Menschen und eine gewisse Stressresistenz gehören zur Grundausstattung für ein Praktikum bei der BK Sportpromotion AG. Als Mitglied eines jungen Teams mit der nötigen Portion Humor erlebte ich ein tolles Jahr beim Organisator eines der grössten Sportevents der Schweiz, dem IRONMAN SWITZERLAND.
Unglaublich, um die beiden Triathlon-Wettkämpfe IRONMAN SWITZERLAND in Zürich und IRONMAN 70.3 SWITZERLAND in Rapperswil-Jona zu organisieren, beschäftigt die BK Sportpromotion AG acht Festangestellte, zwei Lehrlinge und drei Praktikanten. Manch einer fragt sich, ob diese hohe Anzahl Beschäftigte nötig sei. Ich habe in diesem Jahr gesehen, dass alle Stellen der BK Sportpromotion AG unentbehrlich sind. Es fallen das ganze Jahr etliche administrative Arbeiten an, die es zu bewältigen gilt. Seien dies alle Fragen der über 2?500 angemeldeten Athletinnen und Athleten zu beantworten, eben so viele Helfer zu organisieren und zu betreuen, das Catering sicherzustellen oder die Bauten und das Rennen zu koordinieren. Dabei sind diverse Anspruchsgruppen zufrieden zu stellen: Athletinnen und Athleten, Helferinnen und Helfer, Sponsoren, Medien, geladene Gäste und nicht zu vergessen die für den Wettkampf wichtigen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Für den IRONMAN SWITZERLAND und den IRONMAN 70.3 SWITZERLAND war ich für diverse Ressorts zuständig: das Zusammenstellen des VIP-Programms, die Information und Betreuung der ausländischen Athleten, den Kids-Nachmittag und die Organisation der Vorwettkampftrainings. Durch die Schnittstellen meiner Ressorts mit anderen bekam ich einen umfassenden Einblick in die ganze Organisation des Anlasses. Dabei spielte es eine grosse Rolle, seine eigenen Pläne mit denjenigen der anderen abzugleichen, denn die einzelnen Ressorts spielten wie Zahnräder ineinander.
Neben den Ressorts für die beiden Grossevents beinhaltete meine Aufgabe im Praktikum auch, die «ewz training days» zu organisieren. Dies sind kleinere Sportanlässe, welche die BK Sportpromotion AG seit sechs Jahren im Namen vom ewz (Energiewerk Zürich) plant und durchführt. Das Programm dieser Sporttage bietet für alle interessierten Personen Gratiskurse in diversen Sportarten an. Dies sind zum Beispiel Schwimmen, Laufen, Radfahren, Rollerblading und Nordic Walking, aber auch mentales Training oder Ernährungslehre. Ich war von A-Z für diese «ewz training days» verantwortlich. Gemeinsam mit dem ewz bestimmte ich den Programminhalt, suchte Sponsoren, liess den Flyer drucken und verteilen, speiste die Webpage mit den aktuellsten Daten, versandte regelmässig Newsletter, organisierte ein Give-Away, platzierte Artikel in diversen Medien und sorgte für eine professionelle Durchführung der einzelnen Tage. Dadurch, dass ich 16 solcher Sporttage durchführen konnte, hatte ich nach jedem Anlass die Möglichkeit, den Tag zu evaluieren und die Verbesserungen gleich am nächsten Event umzusetzen.
Die gesamte Arbeit verlangte Organisationstalent und ein Flair, mit Menschen umzugehen. Die Zusammenarbeit mit diversen Komponenten wie Athleten, Helfern, Personen aus dem OK, Sponsoren, Medien, Lieferanten, Referenten und geladenen Gästen verlangte viel Feingefühl und gestaltete die Arbeit rund um den IRONMAN absolut spannend. Ich hatte die Möglichkeit, den gesamten Apparat eines Sportanlasses mit all seinen Facetten kennen zu lernen. Ein essentieller Teil des ganzen Events ist das Team. Die Tatsache, dass man einen genialen Sportanlass auf die Beine stellt, verbindet. Im Team herrschte eine tolle Stimmung, kurz vor oder während des Events konnte stressbedingt auch einmal negative Stimmung herrschen. Da das Team aber sehr gut funktionierte, waren solche Momente problemlos tragbar.
Die Organisation eines solchen Anlasses ist aber nur die halbe Miete. In der Schweiz ist es leider so, dass auf das Wetter auch im Juni/Juli nicht Verlass ist. Am IRONMAN 70.3 SWITZERLAND in Rapperswil-Jona stand es glücklicherweise auf unserer Seite. Mit Sonne und idealen Temperaturen war es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein angenehmes Rennen und lockte etliche Zuschauerinnen und Zuschauer an. In Zürich am IRONMAN SWITZERLAND hatten wir weniger Glück, es regnete bei tiefen Temperaturen. Dies hatte Folgen für das gesamte Rennen: weniger Konsumation, weniger Zuschauer, weniger Athletinnen und Athleten.
Einmal hinter die Kulissen eines grossen Sportanlasses sehen, das hat mir wirklich Spass gemacht in diesem Jahr. Wenn man als Zuschauer am Rande eines Wettkampfes steht, realisiert man nicht, was alles dahinter steckt, damit ein solcher Event zustande kommt. Dass es zum Beispiel kein Leichtes ist, diese Menge an Helfer zu organisieren oder alle Berechtigungen für die Rennstrecke einzuholen. Steht man zwei Wochen vor dem Anlass auf Platz und noch nichts verrät, dass in einigen Tagen ein Triathlon stattfinden wird, ist es spektakulär zu sehen, wie sich im Laufe der beiden Wochen eine kleine Stadt entwickelt, die langsam zum Leben erwacht und am Renntag selbst einwandfrei funktioniert ? mindestens aus Sicht des Besuchers. Im Hintergrund geschehen einige Patzer, doch solange die Athletinnen und Athleten und die Zuschauerinnen und Zuschauer aus ihrer Sicht einen einwandfreien Wettkampf geniessen können, ist dies auf hohem Niveau gepatzt.




















