Academia Engiadina Samedan Schweiz

Geschäftsjahr 2009 der Academia Engiadina


 

Das Kompetenzzentrum Academia Engiadina investiert in die Zukunft

Dank ihres gesunden Finanzhaushaltes kann die Academia Engiadina in die Zukunft
blicken und ein neues Schulhaus für ihre Mittelschülerinnen und Mittelschüler bauen. Anlässlich der Präsentation der Jahresrechnung 2009 feiert das Südbündner Bildungsinstitut den Baubeginn des Gebäudes, das im August 2011 bezugsbereit sein wird.


Die Anforderungen, mit welchen sich Schul- und Studienabgänger/-innen in der (Berufs-)Welt konfrontiert sehen, sind so hoch und komplex wie nie zuvor. Und damit sind es auch die gesellschaftlichen Erwartungen an die Bildungsinstitutionen. Deshalb bewegt sich die Academia Engiadina als grosses Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildung sowie Tourismus- und Naturwissenschaft mit ihrem Ausbildungsangebot stets auf Augenhöhe mit der gesellschaftlichen Entwicklung und den Veränderungen in der Berufswelt.

Unternehmerisch bedeutet dies, eine innovative Strategie zu verfolgen, mit Voraussicht zu investieren und einen gesunden Finanzhaushalt zu garantieren. Dies ist auch im Berichtsjahr wieder gelungen. Der Cashflow ist zwar auf CHF 418 315.– zurückgegangen, aber die Academia Engiadina hat im vergangenen Jahr gleichzeitig wichtige und umfangreiche Investitionen in die Zukunft getätigt. Die 100 Mitarbeitenden haben den Teuerungsausgleich sowie eine Reallohnerhöhung erhalten, und es war möglich, mit den ersten Investitionen für den Ausbau der Gross-Infrastruktur zu beginnen – mit dem Projektstart für das neue Mittelschulhaus.

 

Gutes Jahr für die Mittelschule und die Höhere Fachschule für Tourismus Graubünden

Erfreuliches gibt es auch bezüglich Schüler- und Studierendenzahlen zu berichten. Trotz der demographisch ungünstigen Entwicklung liegt die Schüler/-innenzahl am Gymnasium mit 246 fast auf dem hohen Stand des Vorjahres. Das Bildungs- und Berufsvorbereitungsjahr lag mit einer Belegung von 22 Schülerinnen und Schülern im langjährigen Schwankungsbereich. Das Angebot der Handelsmittelschule soll im laufenden Jahr mit verstärkten Anstrengungen, u.a. in der Akquisition, neu positioniert werden.

Bei der Höheren Fachschule für Tourismus (HFT) Graubünden ist eine gestiegene Nachfrage nach Studienplätzen zu verzeichnen. Der Lehrgang dipl. Tourismusfachfrau/-mann HF ist im August mit zwei gut dotierten neuen Klassen gestartet, und die Zahl der Anmeldungen ist nun so hoch, dass im kommenden Studienjahr wieder drei Klassen geführt werden können.

 

Campus Tourismus Graubünden: Bachelor of Science FHO in Tourism

Die Studierenden der HFT Graubünden absolvieren nicht einfach eine Ausbildung, sondern sie bewegen sich aktiv auf einer Drehscheibe mit nationalen und internationalen Verbindungen. Von grossem Wert ist in diesem Zusammenhang, dass die HFT Graubünden zu Campus Tourismus Graubünden gehört, einem Zusammenschluss des Amtes für Höhere Bildung Graubünden, der Swiss School of Tourism and Hospitality (SSTH) in Passugg, der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur und der HFT Graubünden. Die Kooperation, die 2009 vertraglich geregelt und gestartet wurde, hat zum Ziel, dass der Kanton Graubünden als führende Destination für Tourismusausbildung und -forschung wahrgenommen wird. Der Vorsitz der Campus Tourismus-Geschäftsleitung wurde für das Jahr 2010 Dr. Ursula Gehbauer Tichler, Rektorin der HFT Graubünden, übertragen.

Als erstes Projekt dieser neuen Organisation konnte im November 2009 die so genannte «Passerelle» gestartet werden. Die Studierenden der HFT Graubünden haben damit die Möglichkeit, parallel zu ihrem ordentlichen 2. und 3. Studienjahr vorbereitende Module für den Lehrgang Bachelor of Science FHO in Tourism zu belegen. Nach ihrem HFT-Abschluss werden sie dann nahtlos ins dritte und abschliessende Studienjahr der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur zugelassen.

 

Baubeginn des neuen Mittelschulhauses

Seit der Einweihung des bestehenden Mittelschulhauses im Jahr 1959 ist die Zahl der Schüler/-innen stetig gewachsen. Die Evangelische Mittelschule, wie sie damals noch hiess, zählte zu jener Zeit 150 Schüler/-innen. Heute besuchen 296 Jugendliche das Gymnasium, die Handelsmittelschule mit Berufsmatura oder das Bildungs- und Berufsvorbereitungsjahr. Deshalb hat die Academia Engiadina den Architekten Renato Maurizio (Maloja) mit der Planung eines neuen Schulhauses beauftragt, dessen Baubeginn am 7. April gefeiert wird.

Am Standort der heutigen Chesa Verdieri, zwischen dem Internat und der Chesa Granda, entstehen Unterrichtsräume, die hinsichtlich Grösse und technischer Ausstattung auf die Ansprüche einer modernen Schule der Zukunft ausgerichtet sind. Mit der Berücksichtigung von Minenergie-Standards setzt die Academia Engiadina zudem ein ökologisches Zeichen, wie sie dies bei den Bauprojekten der letzten Jahre schon wiederholt getan hatte. Ihre Aufgabe als wichtige Bildungsstätte kann die Mittelschule der Academia Engiadina auch während der Bauzeit wahrnehmen, denn das alte Schulhaus kann bis zur Vollendung des Neubaus ohne Einschränkungen weiterbenutzt werden. Die Schüler/-innen und Lehrpersonen freuen sich aber jetzt schon auf das Schuljahr 2011/12. Dann wird das neue, moderne Gebäude bezugsbereit sein.