Auf den Tischen verteilt waren an diesem Nachmittag Bilderrahmen mit Worten wie "Mensch/Familie", "Natur/Wissenschaft" oder "Demokratie/Gesellschaft". Drum herum lagen Bücher, Zitate und Gegenstände. Dazu Papier und Stifte. Sie sollten zum Lesen, Stöbern, vor allem aber zum eigenen Gestalten anregen.
Ziel des Workshops war, verschiedene Aspekte zu Manns Leben und seinem Werk an fünf im Raum verteilten Stationen kennenzulernen und sich eigene Gedanken dazu zu machen; dies in Text- und in gezeichneter Bildform. In der anschliessenden Gruppendiskussion äusserten sich die Jugendlichen überrascht, wie klar der Literaturnobelpreisträger von 1929 sich zu gesellschaftlichen Werten und Entwicklungen äusserte. Weiter drehte sich das Gespräch um individuelle Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung gerada auch anhand der aktuellen Wahlalter-Debatte. Gesamthaft habe diese eher ungewöhnliche Art des Lernens viel Spass gemacht, erklärten die Jugendlichen beim Abschied.
Die Idee zu diesem Demokratie-Workshop stammt von der im Engadin und Chur schaffenden Journalistin und Kunsttherapeutin ED Fachrichtung Drama und Sprache, Imke Marggraf und wurde in Zusammenarbeit mit den beiden Deutschlehrpersonen Reinhild Hauri und Helen Godly umgesetzt.